Grundlagen des EPQC und deren Umsetzung im QuaMaDi-Projekt in Schleswig-Holstein

Seit Januar 2001 beschreibt die 3. Edition des "European Protocol for the Quality Control of the Physical and Technical Aspects of Mammography Screening" (EPQC) Prüfvorschriften, Prüfintervalle und Grenzwerte, die als essentiell für die Sicherstellung einer hohen Qualität in der Mammographie bezeichnet werden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß eine optimale Vergleichbarkeit und Konsistenz der Prüfergebnisse durch eine zentrale Erfassung und Analyse der Daten erreicht wird.

Bereits zu Beginn des QuaMaDi-Projektes im Jahre 2001 wurde die grundlegende Entscheidung getroffen, daß die physikalisch-technische Qualitätssicherung der eingesetzten Mammographie-Einrichtungen nach dem EPQC erfolgen soll. Dieses European Protocol schrieb bereits damals ein Qualitätsniveau fest, welches erst durch die spätere Anpassung beispielsweise der DIN V 6868-152 genereller Standard in Deutschland wurde. Mittlerweile führt sowohl die Qualitätssicherung auf der Basis des EPQC als auch jene auf der Basis der DIN-6868-Reihe zu einem vergleichbaren Qualitätsniveau der überprüften Mammographie-Einrichtungen, so daß beide Verfahren als adäquate Umsetzung der Vorgaben der Röntgenverordnung anerkannt sind.

Seit Ende 2001 unterstützt das Prüfinstitut für Mammographietechnik (PIMT) in der K.E.R.N.-Region des QuaMaDi-Projektes 12 Praxen und das Mamma-Zentrum des Universitätsklinikums in Kiel bei der Umsetzung des EPQC. Ende 2003 wurde das QuaMaDi-Projekt auf die Regionen Ost, Südwest und Nord von Schleswig-Holstein ausgedehnt, und unser Prüfinstitut unterstützt seitdem auch die rund 40 weiteren Praxen sowie das Institut für Radiologie am Universitätsklinikum Lübeck. Zwischenzeitlich haben sich auch einige Praxen aus Bayern - als Voraussetzung für die Teilnahme am dortigen Bayerischen Mammographie-Screening - und aus Baden-Württemberg für eine Zusammenarbeit mit unserem Prüfinstitut entschieden.

Aktuell koordinieren wir die physikalisch-technische Qualitätssicherung auf der Basis des EPQC für mehr als 60 Mammographie-Geräte, unter denen sich zwischenzeitlich auch einige Digitalgeräte der verschiedensten Ausprägungen befinden.

Falls Sie sich - egal in welchem Bundesland - für unsere Unterstützung bei der physikalisch-technischen Qualitätssicherung auf der Basis des EPQC interessieren, kontaktieren Sie uns bitte.

In Bayern ist die Zusammenarbeit mit dem PIMT als eine der Teilnahmevoraussetzungen für das Bayerische Mammographie-Screening anerkannt (siehe https://www.kvb.de/servlet/PB/menu/1031921/index.html).
In Schleswig-Holstein ist die Zusammenarbeit mit dem PIMT Bestandteil des QuaMaDi-Projektes (siehe http://www.quamadi.de).